Hallo. Hier schreibe ich, Jonathan, meine Gedanken auf und lasse mich von guter Musik, schönen Filmen und Design inspirieren. Darüber hinaus twittere ich, schreibe fürs Splash! Mag, gestalte Websites und bastel meine eigenen, dilettantischen Beats.

Monatsarchiv für Januar 2010

 
 

#1 Tua

Der letzte, abschließende Teil der Artikelserie Deutschräpper ‘09.

Tua war und ist für mich 2009, nun 2010 und eigentlich auch schon ab Sommer 2008 das musikalische Maß aller Dinge.

Vor der “Inzwischen” EP war der Reutlinger für mich ein völlig unbeschriebenes Blatt, doch seit dem Release dieser halbstündigen Achterbahnfahrt auf elektronisch angeahuchten Beats kriege ich nicht mehr genug von der Musik und den hart depressiven Texten Tuas. Anfang 2009 veröffentlichte er mit “Grau” das innovativste Stück Deutschrap seit Jahren, das seitdem meines Erachtens auch nicht mehr getoppt werden konnte. Eine Stunde, die einen runterzieht in die graue und scheinbar hoffnungslose Welt Tuas, der genau weiß, wie er seine Texte auf seinen Produktionen perfekt in Szene setzen kann. Der Mann ist ein begnadeter Musiker und spielt raptechnisch auf allerhöchstem Niveau, nur manchmal hat man das Gefühl, dass er sich seines Genies kaum bewusst ist. Als nächste Veröffentlichung ist nach “Stille”* das Elektroprojekt “Graue Musik” geplant, auf dem Tua “Grau” instrumental neu interpretieren möchte. Ich bin sehr gespannt!

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*) Die Lieder der beiden vergriffenen EPs “Inzwischen” und “Fast” mit einigen bekannten sowie unveröffentlichten Tracks auf Platte

Unhappy Hipsters

- There are some things that can’t be learned from a book.

Auf dem schicken und kompakten Blog Unhappy Hipsters gibt es ausgewählte Exemplare dieser schönen Menschen (reinhören), die man in den einschlägigen “stylischundcoolwohnen”-Magazinen so findet und die irgendwie immer gleich individuell und hip aussehen. Well.

Den Charme der Unhappy Hipsters schaffen die Bildunterschriften, die einfach wundervoll zynisch und bissig sind. Die Photos stammen aus dem kalifornischen Dwell Magazine.


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Arbeitsplätze

Joseph O. Holmes photographiert Arbeitsplätze, die schön sind, aber nicht weil sie so steril und perfekt sind, sondern weil sie echt so sind. Das Projekt heißt “Workspaces” und basiert im Prinzip einfach auf der schlichten Idee Arbeitsplätze in ihrem spontanem Zustand darzustellen und damit denjenigen, der täglich davor sitzt, auf subtile Weise zu skizzieren. Jeriko sagt das treffend folgendermaßen:

Und dadurch schafft er es sehr gut, diesen Spagat zwischen privatem Raum und öffentlichem Arbeitsleben festzuhalten: die Ordnung, die wir uns selber über Jahre hinweg geschaffen haben, über die wir uns gewissermaßen ausdrücken (…)


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#2 Casper

Ein weiterer Teil der Artikelserie Deutschräpper ‘09.

Der Bielefelder Casper ist der deutsche MC, dem ich zutraue sogar im Popgeschäft mal irgendwann was zu reißen — und zwar ohne sich verbiegen zu müssen. Er gibt bei seinen Auftritten immer alles, auf seinen Stücken scheint er sein Innerstes kompromisslos nach Außen zu stülpen und er hat ungewöhnlich viele weibliche Fans. Was ich persönlich an ihm mag ist, dass er ein sehr unverbrauchter, kompletter Rapper sein kann, was er hoffentlich auf seinem nächsten, über Selfmade Records erscheinenden Album aufs Neue beweisen kann. Er muss bei seiner Beatwahl noch an Sicherheit gewinnen und vor allem erstmal übertreffen, was er selbst vorgelegt hat: Nämlich sein geniales Debüt “Hin zur Sonne”.

Copy & Paste Love

Von Maeckes & Tua. Das muss hier einfach nochmal erscheinen, auch ohne große Worte…

So perfekt!

My Friend Miles


My Friend Miles by Weg Eins

Basiert auf Miles Davis‘ “It Never Entered My Life” von “The Peacocks”.

Find ich schön!
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(Ein bisschen mehr Selbstkritik würde mir vielleicht gut tun)

Herzschlag/Atemzug

Bestimmte Momente können einen intensiv bewegen. Das ist normal, aber ich finde es verrückt, wenn genau so ein Moment in einem YouTube Video liegt. Ich weiß nicht ob der Moment irgendwann an Intensität verliert. Ich weiß nur, dass er jetzt gerade noch genauso hart und echt ist, wie beim ersten Mal.

Felix Römer sagt was ich nicht ausprechen, nur fühlen, kann. Ich hoffe, dass ich ihn bald auch mal live erleben kann, denn er hat mich sehr beeindruckt.

via dragstripGirl

#3 Maeckes

Ein weiterer Teil der Artikelserie Deutschräpper ‘09.


Oh Mann, dieser Maeckes! Irgendwo zwischen Genie und Wahnsin. Maeckes, der nach Meinung einiger Kritiker sein Talent an seinen ausgiebigen Experimenten verschwendet und teilweise stimme ich dem auch zu, doch für meinen Teil glaube ich, dass seine Texte sowieso seine wirkliche Stärke sind und ihn überleben werden. Sie beschreiben den aktuellen Zeitgeist so präzise und gleichzeitig so abstrakt, wie man es sich von Kunst nicht anders erhoffen mag. Ich liebe Songs wie das neue “Nisma” oder “Twintowerhohe Erwartungen” oder “Don’t Ask” — seine Art sich auszudrücken ist schlichtweg revolutionär, weil neu. Dazu ist er ein nicht untalentierter Beatfrickler, was er auf dem “Mash Up Mixtape” und den Alben “Kunst über Vernunft” mit Celina und dem neuen “Null” beweist. Durchgehend konnte er gute Fähigkeiten als Produzent jedoch bisher nur auf dem aktuellen Orsons Album, (nur) im Zusammenspiel mit dem unglaublichen Tua, vorweisen.

Auf jeden Fall freue ich mich auf “KIDS”.

#4 Manges

Ein weiterer Teil der Artikelserie Deutschräpper ‘09.

Bei Manges habe ich die leise Ahnung, dass er und seine Texte in ein paar Jahrhunderten von Musik- und Germanistikstudenten analysiert werden, denn es gibt kaum einen Texter, der sich in einer scheinbar normalen Wortwahl so poetisch ausdrücken kann. Manch einem ist Manges’ Art vielleicht zu anders, aber für mich ist er einer der gefühlvollsten Rapper, der dazu einen sehr außergewöhnlichen, abstrakten Flow pflegt, sein charkateristisches Alleinstellungsmerkmal. Ich habe bisher noch keinen Rapper gehört, der sich ähnlich atmosphärisch ausdrücken kann wie Manges auf seinen Produktionen. Der Darmstädter malt mit seiner Stimme Bilder. Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben und glauben dass “Logistik” seine letzte Veröffentlichung gewesen ist. Aber bis was neues kommt höre ich die “Paradies/Versuche” EP und “Regenzeit in der Wüste”.

Billie

Meine neuste Schöpfung, kreiert aus dem Billie Holiday Track “Strange Fruit”. Mir gefällt der Beat eigentlich ganz gut – ich liebe das Sample – aber die Qualität ist leider sehr schlecht. Ich muss mich wohl doch nochmal mit dem Thema “Abmischen” beschäftigen.

Billie by Weg Eins