Nocturne (Playlist #3)

Mein kleines Mixtape “Nocturne” habe ich schon im Winter ‘09 zusammengestellt und mir damit meinen kleinen musikalischen Rückblick auf das zurückliegende Jahr gegönnt. Die Lieder wurden überwiegend gar nicht im abgelaufenen Jahr veröffentlicht und sind teilweise sogar vor meiner Zeit entstanden (Miles Davis und Joy Division), aber dafür habe ich sie im letzten Jahr neu für mich entdeckt und aus genau diesem Grund sind sie nun auf  “Nocturne” gelandet. Das Mixtape ist trotz eines guten Jahrs ziemlich düster geraten. Irgendwie gilt bei mir in dieser Beziehung die Regel, dass gute Musik echten Blues leben muss.

Habe – von S.’ Mixtapes inspiriert – eine Playlist bei Grooveshark angelegt: “Nocturne”. Leider konnte ich A-Recs “Dream Interlude”, die man hier kostenlos und legal runterladen kann, und Madlibs “The Mistery” in der Grooveshark Datenbank nicht finden. Schade, aber passt schon.

Playlist

01. A-Rec – Dream Interlude
02. The Ting Tings – Shut Up and Let Me Go
03. Jim Jones, MosDef & TheBlack Keys – Ain’t Nothing Like You (Hoochie Coo)
04. Eminem – Beautiful
05. Massive Attack – Protection
06. Nas & AZ – Life‘s A Bitch
07. Mos Def & SlickRick – Auditorium
08. The Roots, Devin The Dude, Jean Grae & Mack Dub – Somebody‘s Gotta Do It
09. Bright Eyes – Lover I Don‘t Have To Love
10. DJ Shadow – Midnight In A Perfect World
11. Common & Dwele – The People
12. Madlib – The Mystery (Dilla‘s Still Here)
13. Miles Davis – Smooch
14. Fink – Maker
15. Björk – Human Behaviour
16. Lykke Li – Let It Fall
17. Kid Koala & The Slew – 100%
18. Joy Division – She‘s Lost Control
19. Portishead – Sour Times

Parliament Office

Wieviel Spaß muss es machen, in solchen Räumen zu arbeiten? Die allernächste Umgebung wird zur Inspiration.

Die Büros der Design Agentur Parliament strahlen eine einfach positive Stimmung aus, sind hell und ein wunderschönes Zeichen gegen den Trend des kalten Minimalismus. Ich teile den Gedanken der Reduktion grundsätzlich, aber jede Einrichtung braucht auch lebendige Elemente, Unregelmäßigkeiten, die Spannung in einen Raum bringen.

Die Leute von Parliament haben das geschafft, einen Mittelweg zu gehen.
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Beardyman

Habe den obenstehenden Auftritt Beardymans schon beim SplashMag gepostet und bin nach wie vor verdammt begeistert von dem, was der Londoner Beatboxer dort live&direct darbietet. Irgendwie ist das exakt das, was ich mir unter guter, universaler Unterhaltung vorstelle. Einfach krass.

I’m New Here

Blues/Soul-Legende Gil Scott-Heron bringt nach dreizehn Jahren ein neues Album auf den Markt. Eine lange Zeit um an dem Meisterwerk zu arbeiten, das sich seine Jünger erhoffen. In Wirklichkeit begannen die Arbeiten an dem Album erst 2007, aber auch knappe drei Jahre sind nicht wenig Zeit…

Ich habe mir “I’m New Here” nun gehört und kann sagen, dass ich nahezu restlos begeistert bin. Das Album ist zwar nicht einmal eine halbe Stunde kurz, aber dafür umso intensiver und kraftvoller produziert und eingesungen. Der 70järhige, der ursprünglich aus Chicago stammt, sprengt auf dem Album Genregrenzen und lässt sich von Trip Hop und Nu Jazz inspirieren und schafft zusammen mit seinem Produzenten Richard Russel auf vier starken Stücken und weiteren sehr atmosphärischen Interludes eine einmalige Stimmung, die völlig ausgefüllt von dem Blues Gil Scott-Herons ist. Nur der Titelsong “I’m New Here”, ein Country/Folk inspirierter Track, will einfach nicht in das Klangmuster des Album passen. Obwohl der Song nicht schlecht ist, fühlt er sich auf einem Album fremd an, auf dem akustische Klänge so rar gesät sind. Besonders starke Songs sind die Single “Me and the Devil” und das für mich noch großartigere “I’ll Take Care Of You”. Ansonsten kann ich nichts gegen den Langspieler einwenden. Er ist ausdrucksstark und kompakt geraten und vor allem einwandfrei produziert.

(bla)

Alexander Alekseenko

Der ukrainische Fotograf Alexander Alekseenko konnte mich mit seinen Bildern ziemlich beeindrucken. Grundsätzlich ist er mit seinem Stil ist sehr nah am aktuellen Indie/Bla-Mainstream dran, wobei er es jedoch, im Gegensatz zu den meisten aktuellen Fotografen, locker schafft, die Atmosspäre seiner Bilder ungewollt und wirklich authentisch aussehen zu lassen. Die Bilder haben für mich diese Ostblock-Stimmung, die für harte, aber im Grunde sentimentale Menschen steht… Also so ungefähr.


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The Streets & Nero / In The Middle

Richtig frischer Remix des Mike Skinner Songs “In The Middle” von Dan Stephens und Joe Ray alias Nero.

via Splash!Mag

Chunking Express

Chunking Express by Weg Eins

Eigentlich nur schnell umgesetzt, weil ich den Ohrwurm des Originals im Kopf hatte.

Der Name daher, weil der Titel “California Dreamin” in Wong-Kar Wais Film “Chunngking Express” im Grunde Leitmotiv des zweiten Teils ist und eine sehr wichtige Rolle spielt. Der ganze Film ist auf jeden Fall wunderschön und nur zu empfehlen.

#1 Tua

Der letzte, abschließende Teil der Artikelserie Deutschräpper ‘09.

Tua war und ist für mich 2009, nun 2010 und eigentlich auch schon ab Sommer 2008 das musikalische Maß aller Dinge.

Vor der “Inzwischen” EP war der Reutlinger für mich ein völlig unbeschriebenes Blatt, doch seit dem Release dieser halbstündigen Achterbahnfahrt auf elektronisch angeahuchten Beats kriege ich nicht mehr genug von der Musik und den hart depressiven Texten Tuas. Anfang 2009 veröffentlichte er mit “Grau” das innovativste Stück Deutschrap seit Jahren, das seitdem meines Erachtens auch nicht mehr getoppt werden konnte. Eine Stunde, die einen runterzieht in die graue und scheinbar hoffnungslose Welt Tuas, der genau weiß, wie er seine Texte auf seinen Produktionen perfekt in Szene setzen kann. Der Mann ist ein begnadeter Musiker und spielt raptechnisch auf allerhöchstem Niveau, nur manchmal hat man das Gefühl, dass er sich seines Genies kaum bewusst ist. Als nächste Veröffentlichung ist nach “Stille”* das Elektroprojekt “Graue Musik” geplant, auf dem Tua “Grau” instrumental neu interpretieren möchte. Ich bin sehr gespannt!

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*) Die Lieder der beiden vergriffenen EPs “Inzwischen” und “Fast” mit einigen bekannten sowie unveröffentlichten Tracks auf Platte

Unhappy Hipsters

- There are some things that can’t be learned from a book.

Auf dem schicken und kompakten Blog Unhappy Hipsters gibt es ausgewählte Exemplare dieser schönen Menschen (reinhören), die man in den einschlägigen “stylischundcoolwohnen”-Magazinen so findet und die irgendwie immer gleich individuell und hip aussehen. Well.

Den Charme der Unhappy Hipsters schaffen die Bildunterschriften, die einfach wundervoll zynisch und bissig sind. Die Fotos stammen aus dem kalifornischen Dwell Magazine.


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Arbeitsplätze

Joseph O. Holmes fotografiert Arbeitsplätze, die schön sind, aber nicht weil sie so steril und perfekt sind, sondern weil sie echt so sind. Das Projekt heißt “Workspaces” und basiert im Prinzip einfach auf der schlichten Idee Arbeitsplätze in ihrem spontanem Zustand darzustellen und damit denjenigen, der täglich davor sitzt, auf subtile Weise zu skizzieren. Jeriko sagt das treffend folgendermaßen:

Und dadurch schafft er es sehr gut, diesen Spagat zwischen privatem Raum und öffentlichem Arbeitsleben festzuhalten: die Ordnung, die wir uns selber über Jahre hinweg geschaffen haben, über die wir uns gewissermaßen ausdrücken (…)


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