polaroid-tagebuch-berlin

Das PolaroidDIARYberlin hat die simple Idee, täglich ein Hauptstadtpolaroid online zu stellen. Die Bilder sind sehr atmosphärisch und strahlen eben diese typische verwatzte Polaroid Stimmung aus.
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Crossing The Bridge

“Crossing The Bridge” ist eine fünf Jahre alte Dokumentation von Fatih Akin über die Musikszene Istanbuls. Der Film ist eine Reise durch die Genres dieser riesigen Metropole. Ohne jemals zu werten stellt der Einstürzende Neubauten Bassist Alexander Hacke verschiedenen Künstler der Stadt vor und macht eigentlich nicht einmal das: Seine Kommentare aus dem Off sind nur der jeweilige Übergang zwischen den Sequenzen, den Rest besorgen die Künstler selbst. Sie erzählen über sich, ihr ganz eigenes Istanbul und die Musik, die sie leben. Jeder der vorgestellten Musiker bringt neue Aspekte ein, sei es nun ob der Herkunft, wie sie die kurdische Sängerin Aynur Dogan beeinflusst, oder das Genre, denn ein istanbuler Straßenmusiker spricht anders über seine Lieder und deren Nachricht als ein istanbuler Rapper.

Der Film hat mich berührt und begeistert – und verblüfft: Mir war bisher einfach nicht so bewusst, wie schön traditionelle türkische Lieder klingen. Vor allem Aynur Dogan hat mich mit ihrem Klagelied (so oder so ähnlich) fertig gemacht.

Bei Google Video kann man sich den Film anschauen, aber ich empfehle ihn in ordentlicher Qualität und vor allem ausgestattet mit gutem Klang zu schauen.

Ich bin gespannt, wie es sein wird, Istanbul im Mai kennen zu lernen. Ich bin nur als Tourist da, aber vielleicht kriege ich in den zehn Tagen ja zumindest einen kleinen Teil des Lebens dort mit.

Ghost

Eine Arbeit des Studenten Albert Friedemann: “Ghost”.

Ein fikitives Musik-Corporate zu entwickeln war die Aufgabe im Projekt von »Mario Lombardo« im Wintersemester 2009/10. Einzige Vorgabe war der Name der Band: »Ghost«. Bei der Realisierung ging es mir darum, eine Musik zu visualisieren, welche ihren Schwerpunkt im Elektonischen hat, jedoch auch sehr vielseiteig ist.

Soviel Information. Sehr gut sieht’s aus.

Ich mag es, wenn Designer solche geometrischen Formen nicht am Rechner umsetzen, sondern auch wirklich modellieren und dadurch oft eine noch stärkere Wirkung erzielen können. Die Art der Umsetzung erinnert mich ein Bisschen an Jay-Zs “The Blueprint 3″ Cover Artwork, zu dem mir die dazugehörige Installation auch sehr gut gefiel.


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La négation de l’image

Diese Pieces des Franzosen(?) Rero sind richtig gut. So gut rüber kommen, können sie natürlich auch wegen der guten Photographien, aber da ist noch mehr. Die Teile haben das gewisse Etwas, das ich in großen Teilen der zeitgenössischen Straßenkunst vermisse: Aber ich weiß ja auch nicht wie ich das genau meine…

Entstanden sind die Kompositionen in einem leerstehenden Krankenhaus in Paris und soweit ich das richtig verstanden habe kommt der Mann demnächst auch nach Berlin um dort ähnlich Wundervolles zu verbrechen.

Auf Flickr gibt es weitere Bilder der Serie und mehr sehenswerte Kunst Reros.
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Low-Fi (Playlist #4)

Mein Mixtape “Low-Fi”, das sich im Laufe des immer kalten Januars hinein in einen noch sibirischeren Februar zu dem entwickelt hat, was es nun ist: Warme Traurigkeit, die in Björks abschließenden “Play Dead” den dramatischen Höhepunkt findet. Also eine ordentliche Portion Pathos zum genießen und weiterempfehlen. Für mich aber auch ein gebührender Abschluss für diesen Winter, denn es wird Zeit für Frühling, Sonne und natürlich Sommer.

“Low-Fi” kann man sich drüben auf Grooveshark anhören oder in der eigenen iTunes Bibliothek zusammenbasteln. In Grooveshark fehlt leider der großartige Maeckes, sowie Gil Scott-Herons “I’ll Take Care Of You”.

Playlist

01. Honeycut – Silky
02. Jay-Z – Blue Magic (Brooklyn Soul Remix)
03. Peter Doherty – 1939 Returning
04. Rodriguez – Rich Folks Hoax
05. Danger Mouse, Sparklehouse & Julian Casablancas – Little Girl
06. Maeckes – Copy & Paste Love
07. Gil Scott-Heron – I’ll Take Care of You
08. Fink – Nothing Is Ever Finished
09. Kings Of Leon – Revelry
10. DJ Shadow – Six Days
11. Björk – Play Dead

Tom Waits

Der Unvergleichliche.

What’s He Building In There

“I heard he has (..) a consulting business in Indoneeesia”

God’s Away On Business

(x)

Haut und Knochen

“Haut und Knochen” ist ein kostenloses Album von Cocon, das ich schon im Spätsommer entdeckt habe, aber daraufhin nie wirklich intensiv gehört habe. Ich habe immer mal wieder einen Hörversuch gestartet, ohne mich je auf den abstrakten Stil Cocons einlassen zu können. Vorgestern habe ich es ein weiters Mal versucht und siehe da, es hat funktioniert.

Cocon ist hat eine sehr eigenwillige Art zu rappen: Er verliert den Takt ein ums andere Mal den Takt aus den Ohren, was es nochmal schwerer macht richtig zuzuhören. Dabei ist das wirklich nötig, konzentriert zuzuhören, denn die Texte gehen tief und sind nichts zum nebenbei konsumieren. Die technischen Unzulänglichkeiten sind ob der starken, etwas außergewöhnlichen Produktionen von Leuten wie Misanthrop, Soda, Yassin, Epilog und Audio88 schade, aber zu verkraften, da die Produktionen die Texte trotzdem gut tragen.

Thematisch geht es auf dem zweiteiligen Album sehr schwermütig zu. Es geht eine Generation, die sich scheinbar nur über Referenzen und Zitate zu definieren scheint, um Einsamkeit und um Isolation. Cocon sziert die graue Großstadtromantik in all ihrer Hässlichkeit und Härte. Es handelt sich um kein Stück Musik für die glücklicheren Momente, im Gegenteil: Cocon zieht einen runter in seine bizarre, negative Geisteswelt und lädt ein, um mit ihm eine Stunde durch dunkle Straßen zu ziehen und seine Zweifel hautnah zu erleben.

Von mir eine eindeutige Hörempfehlung, aber ich kann den Downloadlink leider nicht mehr finden.

Strobo

Während alle Welt Feuilletonisten darüber schreiben, dass Helene Hegemann von dem Blogger Airen kopiert habe und wie schlimm das sei, geht kaum ein Schreiber darauf ein, was eigentlich hinter Airen und dessen Roman “Strobo” steckt. Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, aber nachdem ich eben den Trailer zu seinen “multimedialen Lesungen” gesehen und vor allem gehört habe, bin ich sehr, sehr interessiert. Ich mag ja dieses Genre, das sich in Text, Musik und Film umsetzen lässt und das ich für mich “hardcore reality” getauft habe (ja, ist so..). Übertriebene Darstellungen einer Realität, die grell, krass und unwirklich ist, aber sich auf eine kafkaeske Weise doch nicht zu weit von der Wahrheit entfernt. In dem Roman “Strobo” scheint Airen, ebenso wie Helene Hegemann in ihrem “Axotl Roadkill”, eben so eine Realität zu schaffen. Es geht um ein Berlin – voll von Drogen – das anno 2010 so anders vielleicht gar nicht ist, was ich allerdings nicht bewerten kann. Jedenfalls “Technoprosa aus dem Bergahain”, so der Untertitel.

Donnerstag, 18.02. München, Niederlassung.
Freitag, 12.03. Berlin, WMF.
Samstag, 13.03. Hamburg, Übel & Gefährlich.
Mittwoch, 17.03. Leipzig, Moritzbastei.
Samstag, 20.03. Leipzig, Litpop im Neuen Rathaus.

Deef liest bei der kleinen Tornee ausgewählte Texte aus “Strobo” und wird dabei musikalisch und visuell unterstützt. Genaueres dazu gibt es direkt in seiner Gefühlskonserve.

Nocturne (Playlist #3)

Mein kleines Mixtape “Nocturne” habe ich schon im Winter ‘09 zusammengestellt und mir damit meinen kleinen musikalischen Rückblick auf das zurückliegende Jahr gegönnt. Die Lieder wurden überwiegend gar nicht im abgelaufenen Jahr veröffentlicht und sind teilweise sogar vor meiner Zeit entstanden (Miles Davis und Joy Division), aber dafür habe ich sie im letzten Jahr neu für mich entdeckt und aus genau diesem Grund sind sie nun auf  “Nocturne” gelandet. Das Mixtape ist trotz eines guten Jahrs ziemlich düster geraten. Irgendwie gilt bei mir in dieser Beziehung die Regel, dass gute Musik echten Blues leben muss.

Habe – von S.’ Mixtapes inspiriert – eine Playlist bei Grooveshark angelegt: “Nocturne”. Leider konnte ich A-Recs “Dream Interlude”, die man hier kostenlos und legal runterladen kann, und Madlibs “The Mistery” in der Grooveshark Datenbank nicht finden. Schade, aber passt schon.

Playlist

01. A-Rec – Dream Interlude
02. The Ting Tings – Shut Up and Let Me Go
03. Jim Jones, MosDef & TheBlack Keys – Ain’t Nothing Like You (Hoochie Coo)
04. Eminem – Beautiful
05. Massive Attack – Protection
06. Nas & AZ – Life‘s A Bitch
07. Mos Def & SlickRick – Auditorium
08. The Roots, Devin The Dude, Jean Grae & Mack Dub – Somebody‘s Gotta Do It
09. Bright Eyes – Lover I Don‘t Have To Love
10. DJ Shadow – Midnight In A Perfect World
11. Common & Dwele – The People
12. Madlib – The Mystery (Dilla‘s Still Here)
13. Miles Davis – Smooch
14. Fink – Maker
15. Björk – Human Behaviour
16. Lykke Li – Let It Fall
17. Kid Koala & The Slew – 100%
18. Joy Division – She‘s Lost Control
19. Portishead – Sour Times

Parliament Office

Wieviel Spaß muss es machen, in solchen Räumen zu arbeiten? Die allernächste Umgebung wird zur Inspiration.

Die Büros der Design Agentur Parliament strahlen eine einfach positive Stimmung aus, sind hell und ein wunderschönes Zeichen gegen den Trend des kalten Minimalismus. Ich teile den Gedanken der Reduktion grundsätzlich, aber jede Einrichtung braucht auch lebendige Elemente, Unregelmäßigkeiten, die Spannung in einen Raum bringen.

Die Leute von Parliament haben das geschafft, einen Mittelweg zu gehen.
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