Hallo. Hier schreibe ich, Jonathan, meine Gedanken auf und lasse mich von guter Musik, schönen Filmen und Design inspirieren. Darüber hinaus twittere ich, schreibe fürs Splash! Mag, gestalte Websites und bastel meine eigenen, dilettantischen Beats.

Boogie

Der serbische Photograph Boogie widmet sich mit seinen Aufnahmen überwiegend denen, die scheiterten. Seine Bilder erzählen die Geschichten von den Skinheads, Junkies und Bandenmitgliedern, die es in jeder Großstadt dieser Welt gibt. Boogie hat in Städten wie New York, Istanbul oder Belgrad photographiert. Seinen eigenen analogen Stil in Schwarz/Weiß behält er dabei stets bei.

via A Blog Called Fresh

Weitermachen!

Hallohallo. Ist eigentlich noch jemand da?

Ich bin gestern nach knapp drei Wochen zurück aus dem – diesmal nicht ganz so – sunny California zurückgekehrt. Eine gute Stunde nördlich von San Francisco habe ich die Zeit bei meinem alten Austauschschüler Carlos, bei dem ich schon in ’08 über sechs Monate gelebt habe, verbracht und wieder so richtig den amerikanischen Alltag mitgemacht — und es genossen. Die Colleges hatten noch zu, wir hatten Zeit und man ist in weniger als zwanzig Minuten am Strand. Ich war mal wieder über 18 und doch nicht volljährig und habe verdammt nochmal Beer Pong gespielt, wobei mein Englisch mit jeder Dose des miesen Coors Light besser zu werden schien. Hell yeah, es war gut. Natürlich ging es auch in the City, nach SF, wo ich endlich wieder in den geliebten Amoeba Music Store konnte, in dem ich mir allerdings aus akutem Geldmangel nur die neue Roots Platte leistete. Und was mir mit dem Schritt aus dem Plattenladen endlich wieder bewusst geworden ist, ich liebe die Haight Street immer noch wie beim ersten Mal. Ach, eigentlich ganz San Francisco mit dieser einmaligen Atmosphäre, voll von Hipster- und Hippie-Menschen und mexikanischen Junior Gangstern. Den ganzen Joggern im Golden Gate Park und dem Sonnenuntergang im Schatten der roten Brücke.

Um eine bittere Erfahrung bin ich nun übrigens auch reicher. Denn die Momentaufnahmen mit meiner Canon wird niemand je zu Gesicht bekommen: Der Film wurde nicht eingezogen und ich knipste mich, ohne das zu bemerken, durch die kalifornischen Hügel. Jetzt, also danach, weiß ich, wie sich der Widerstand des Films beim weiterziehen anfühlen soll. Schade, aber ich hoffe, ich habe meine Lektion gelernt. Die paar Bilder, die ich noch später gemacht habe, werden gerade entwickelt und sind hoffentlich ganz schön geworden.

Und sonst? Hier geht’s jetzt wieder weiter, wie immer. Das Photo ist übrigens völlig zusammenhangslos, aber dafür cool und von yeahsara geklaut. Ich war mal so frei…

Status: Yo!

Also, was ist hier eigentlich los? Es kommt zurzeit gar nichts neues (obwohl ich sogar noch einige schöne Beiträge vorbereitet habe).

Das liegt einmal daran, dass ich das Wochenende im Auftrag des Splash! Mags auf dem Splash! Festival in Ferropolis, Gräfenhainichen, unterwegs war. Vorweg: Es war grossartig. Die Perspektiven, die sich einem mit dem A(ccess)A(ll)A(reas)-Bändchen erschliessen, waren für mich neu und unglaublich spannend. Gerade die Produktion der Interviews fand ich sehr aufschlussreich und haben mein Interesse geweckt. Aber auch die kleineren Erlebnisse, die sich am Anfang komisch anfühlen: Dass Falk überall durch die Gegend schwirrt und scheinbar wirklich jeden mag. Oder die kritischen Kommentare und Blicke zu Missy Elliots Auftritt von Blumentopf oder Kool Savas auf der Artist Tribüne mitzuerleben, war amüsant. Meine persönlichen Höhepunkte auf dem Festival waren übrigens die Auftritte von Mayer Hawthorne (!!!), Chiddy Bang, den Orsons, Fashawn und besonders auch Exile (egal ob nun mit Bilal oder Fashawn, mein Gott, der Typ ist der Hammer!). Gruss auch an meine Splash! Mag Kollegen Sascha und Lukas, die ich nun auch mal kennengelernt habe.

Ja, das war also das Splash!. Und warum es jetzt nochmal drei Wochen dauert, bis es hier wieder normal weitergeht? Ich bin gestern in San Francisco gelandet und verbringe nun meinen Urlaub im sonnigen Kalifornien. Je nach Laune werde ich bestimmt den ein oder anderen Artikel veröffentlichen, aber erwartet lieber nichts herausragendes.

Peace!

rawshit/realshit

Und weil das Leben ohne den geliebten, echten Hip Hop Scheiß um einiges unnötiger wäre, präsentiere ich hier und heute einige Tunes, die womöglich nur dem ein oder anderen wirklich hartgesottenen Rap Head zusagen. Aber der wird davon ein Paar feuchte Augen beschert bekommen.

Dexter & Maniac – Raw Shit

Sehr guter, fast Britcore mäßiger Track von Dexter und Maniac. Der Name ist Programm, denn zweifellos geht es hier um “Raw Shit”, Rap in seiner rohsten, wie auch reinsten Form. Sowas darf man doch getrost gut finden — oder etwas auch sehr gut? Passend zu dem Track soll demnächst auch eine kostenlose EP zu haben sein. (via)

Creme Fresh – Back

Die München Crew Creme Fresh ist zurück. Das zwar inzwischen schon seit Anfang des Jahres. Unabhängig davon scheint mir ihr Track “Fresh”, mit diesem unglaublichen Beat, zeitlos. Schöne Verses und ein verdammt detailverliebtes Instrumental. Und das Super 8 mäßige Video von Max Lange. Yesör.

Morlockk Dilemma & Joe Kickass – Real MC’s

Der Track “Real MC’s” erschien auch Anfang des Jahres auf der “Zeitgeist EP”, einem Gemeinschaftsprojekt der Berliner Plattenfirmen Project: Mooncircle und Spoken View. Eine der herausragenden Kombinationen darauf, ist das Zusammentreffen Morlockk Dilemmas mit dem niederländischen MC Joe Kickass. Dabei herausgekommen ist audiovisuelles Feuer.

– und fertig.

hallo Ross McDonnel

Den Photograph Ross McDonnel hatte ich schon vor einigen Wochen mit seiner beeindruckenden Serie “Joyrider” auf Weg Eins. Nun füllte der Ire meinen “hallo Name” Fragebogen aus. I’m pleased.

Your Passion.

I am a photographer and documentary maker. My passion is photography and I like to work on the streets making pictures and having the freedom to follow my instincts and look for interesting images that don’t necessarily have a story or make sense. That is the beauty of photography to me. My job is as a freelance image maker doing documentaries and commercial camerawork. Most of the projects I work on are self-motivated, I spend a lot of time writing grant proposals and trying to develop new ideas and looking for freelance work for corporate and commercial clients in between. I am very lucky that I can juggle these elements of my life, it gives me a lot of freedom.

Inspiration / Motivation.

I was inspired by the reading books and by the cinema when I was young. I think that fueled my imagination and ultimately led me to pick up a camera.

I am motivated to use photography to try to understand myself and my place in the world. The camera is a wonderful tool to be curious with, to use as a passport into worlds that are not your own but that you are interested in. Eventually this curiosity might lead you into a world that you like to inhabit for a long time, other times for just a fraction of a second.

Daily Routine.

I used to get terribly frustrated if I didn’t make pictures every single day, to always be shooting. I would think of all the amazing things that were happening all over the world at any given second and want to be there, photographing them all. Now I am a little more realistic about photography and try to structure my time wisely to develop projects that are more focussed long term in their aims. Right now I am working on a new documentary project and am preparing to film for the next week, making interviews and shooting footage for it. As I write I just had some lunch and my clothes are in the washing machine at the Laundromat. I have to put them into the dryer and go to the post-office and book my flights.

Future.

As I said I am working on a documentary project with my collaborator Carter Gunn whom I made “Colony” with. He is a natural filmmaker and I’m fortunate to be able to work with someone like that to develop projects together. What do I want to come next? Hopefully just to grow as a filmmaker and photographer and try to balance these elements of my life and work on things that are interesting and exotic and keep me involved and interested for a long time to come!

3 Albums.

“Astral Weeks” by Van Morrison for the memories. Arcade Fire for the concert this summer. And The Specials for shouting and dancing around to.

Julius von Bismark

Die Macher des Vice Projekts Creators Project haben ein tolles Portrait des Künstlers und Erfinders Julius von Bismarcks gefilmt. Der stellt darin einige seiner Projekte vor. Unter anderem seinen Image Fulgurator, mit dem fremde Photographien im Moment der Aufnahme manipuliert werden. Oder den Top Shot Helmet, ein Helm, der dem Träger einerseits die natürliche Sicht nimmt, ihm aber dafür eine Senkrecht-von-oben Perspektive vors Auge projeziert, die man ansonsten nur aus Computerspielen gewohnt ist. In dem Film scheint es zudem so, als habe er nicht nur gute Ideen, sondern dass er auch ein sehr angenehmer und innovativer Zeitgenosse ist.

via Nerdcore

Bin Jip

Beim Filmeabend mit Freunden wollten wir mal wieder etwas wirklich neues ausprobieren. Die Auswahl ist unendlich –man kennt das. Und irgendwie kam es dazu, dass wir uns den koreanischen Film Bin Jip anschauten. Ohne so recht zu wissen, worum es in diesem Streifen ging, wurde schnell klar, dass es sich um ein wirklich andersartiges Kunstwerk von einem Film handelt. Der Regisseur Kim Ki-duk schafft in den anderthalb Stunden, in denen die beiden Protagonisten nicht sprechen*, eine ganz besondere Atmosphäre, die die Geschichte stets spannend und die Emotionen der beiden Hauptdarsteller unglaublich menschlich und nachvollziehbar hält. Der Film ist extrem langsam, schwebt so vor sich hin, und jede Sequenz scheint in ihren Bildern sorgfältig ausgewählt und perfekt abgestimmt zu sein. Was den Film weiter so künstlerisch und fernab der normalen Verfilmung einer Geschichte erscheinen lässt, sind die Symbole, die ohne plump zu wirken, so gar nicht subtil herbeigezogen werden. Zum Beispiel der immer wieder auftauchende Golfschläger. Dazu kommt der ebenfalls sehr reduzierte, fast meditative Soundtrack, der den Eindruck des Filmes bei mir noch verstärkt hat: Bin Jip ist wohl einer der schönsten Liebesfilme, die man sehen kann.

Zur Geschichte: Es geht um einen umherziehenden jungen Mann, der Häuser besetzt, deren eigentliche Bewohner verreist sind. Dabei stiehlt er nichts, sondern entschädigt die Besitzer für seinen Aufenthalt sogar, indem er putzt oder Haushaltsgegenstände repariert. Später schließt sich ihm eine Frau an, deren Mann er beobachten konnte, wie er sich an ihr vergang. Ohne miteinander zu sprechen nähern sich die Beiden an und werden ein Liebespaar. Zusammen machen sie es sich in den Wohnungen fremder Leute gemütlich — bis es irgendwann doch schief geht. Was im zweiten Teil passiert lasse ich offen und lasse dafür die abschließende Szene sprechen, wortlos, mit den wundervollen Bildern Kim Ki-duks.

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*) Gut, die weibliche Hauptrolle sagt zum Ende des Films immerhin: “Ich liebe dich” und “Schatz, das Frühstück ist fertig”.

Alessandro Zuek Simonetti

Photograph Alessandro Zuek Simonetti hat sich darauf spezialisiert, verschiedene Subkulturen in ihren Eigenarten zu dokumentieren. Der in Italien geborene New Yorker kann dabei mit seinem prägnanten S/W Stil beeindruckende Perspektiven erschließen. Auf seiner Website präsentiert er unter anderem Photoserien zu Ausflügen in Waffenklubs, japanische Rockabilly Bars in New York oder dem Tag mit der Skate Crew Five Boro.


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The Kings of Convenience – Soirée de Poche #11

23. Septmeber 2009, Paris: Das französische Magazin für gute Musik, La Blogotheque, hat im vergangenen Jahr ein ganz besonderes Konzert der Kings of Convenience initiiert. Auf einem Pariser Dachboden (oder so ähnlich) spielten die beiden Norweger in einer intimen, etwas scheuen Atmosphäre einige ihrer stets wundervollen Songs. Das Publikum brauchte zwar ein Bisschen, um lockerer zu werden, aber nichtsdestotrotz ich beneide jeden Einzelnen der glücklichen Wenigen, die dabei sein durften. Ich glaube, das war ziemlich einmalig.

via Design is Nowhere

Love Lockdown

Die amerikanische Schauspielerin und Sängerin Janina Zione Gavankar, Tochter einer indischen Holländerin, hat ihre ganz eigene Interpretation des Kanye West Tracks “Love Lockdown” kreiert. Mich erinnert ihr Klangentwurf aus Gründen an die Britin Imogen Heap, die teilweise ähnlich experimentelle Stücke komponiert, wobei Gavankar noch einen Schritt weiter geht, indem sie mit den Filmemachern Caitlin Pashalek und Ian Lyman ein extrem atmosphärisches Video gedreht hat, das anders als der erste Eindruck es vermittelt, unter Low Budget Bedingungen gestemmt wurde. Durch die Symbiose des Stückes mit den Bildern entsteht ein sehr künstlerisches Gesamtwerk, das mir wirklich zusagt.

via Hypetrak