Unerreicht

Warum Banksy soviel populärer ist als all die anderen Streetartists?
Eigentlich weiß ich das auch nicht, aber DAS (da oben) ist zumindest ein Grund, der die Vormachtstellung seinerseits rechtfertigt!
Hallo. Hier schreibe ich, Jonathan, meine Gedanken auf und lasse mich von guter Musik, schönen Filmen und Design inspirieren. Darüber hinaus twittere ich, schreibe fürs Splash! Mag, gestalte Websites und bastel meine eigenen, dilettantischen Beats.

Warum Banksy soviel populärer ist als all die anderen Streetartists?
Eigentlich weiß ich das auch nicht, aber DAS (da oben) ist zumindest ein Grund, der die Vormachtstellung seinerseits rechtfertigt!
Der Kanadier Kid Koala, einschlägig bekannt für seine Mitgliedschaft bei den Gorillaz, steht dafür ein begnadeter Beatbastler zu sein. Laut Wikipedia sampled er so ziemlich alles um die Elemente zu guten Tracks zu verarbeiten.
Seine neuste Ausbrut, das Projekt The Slew, hat einen weiteren Ansatz hinzugewonnen, nämlich Rock und Turntabelism zu fusionieren. Dieses Experiment geht voll auf! Auf dem kostenlosen Album “100%” finden sich kraftvolle Tracks, die nach vorn’ drücken und harte, neuartige Klänge einführen. Ich habe in “100%” zum ersten Mal beim trainieren reingehört und hatte damit gleich den perfekten Soundtrack, der einen quasi anfeuert sich zu qäulen und weiter zu machen, gefunden. Das Laufband wird zur dreckigsten Häuserschlucht Sin Citys.
via Nerdcore
Eine Gruppe aus Designstudenten der Brigham Young University haben einen Clip zum Typophile Film Festival beigesteuert. Der Animationsfilm ist Balsam für die Sinne, toll vertont und wirklich kurzweilig umgesetzt.
Handcrafted with love by BYU design students and faculty, for the 5th Typophile Film Festival. A visual typographic feast about the five senses, and how they contribute to and enhance our creativity. Everything in the film is real — no CG effects!
via Fontblog
Den Photographen Chris Friel hatte vor einiger Zeit der StyleSpion entdeckt und vorgesetllt. Ich war von seinen Bildern nachhaltig beeindruckt und möchte die mystisch anmutenden Kompositionen auch meinen Lesern nicht vorenthalten.

Chris Friel ist farbenblind, was ihn aber offensichtlich nicht darin einschränkt schönste Photographien aufzunehmen. Er hat ein sehr gutes Auge für Stimmungen und bedient sich zusätzlich sehr komplizierten technischen Mitteln. So benutzt er verschiedenste Kameras und wahrscheinlich noch mehr Objektive, aber diese handwerklichen Fertigkeiten sind Mittel zum Zweck. Essentiell ist, dass seine Bilder einen packen. Sie erscheinen nach innen gekehrt, geheimnisvoll und sehr stimmig.

Viele seiner Arbeiten kann man auch auf seinem flickr Profil betrachten. Die hier abgebildeten Bilder habe ich von Chris Friels Website kopiert.
via StyleSpion

Die Hochschule Mannheim hat sich aus einer spontanen Idee heraus Gedanken zum Thema Migration gemacht. Den Ausschlag dazu gaben die Briefe der NPD an Politiker mit Migrationshintergrund, in denen die Faschisten pseudo-amtlich eine “Heimreise” anordneten und forderten dass diese schon einmal geplant werde.
Die Idee der Mannheimer um solchen Aktionen entgegen zu wirken ist im Grunde einfach: Menschen lassen sich vor “Migrationshintergründen” ablichten. Die haben wir nämlich fast alle und so ist auch jeder gefragt, sich selbst vor seinem Hintergrund photographieren zu lassen.
Das Problem der kollektiven Intoleranz ist damit zwar noch lange nicht gelöst, aber die Idee ist geistreich, humorvoll und setzt wenigstens ein kleines Zeichen, das etwas Solidarität vorhanden ist. Das ist wenigstens etwas…
Und wie krank diese Angst vor einer Multikultur ist, zeigt – wie ich finde – dieser Absatz aus der Projektbeschreibung sehr anschaulich.
Auch Begriffe wie: Wirtschaftsflüchtling, Asylant, Gastarbeiter oder Einwanderer zeigen unsere Unbeholfenheit und unsere Angst. Migration – das hört sich irgendwie nach Wanderferien, Exotik oder sogar Abenteuer an. Aber auf jeden Fall harmlos. Da ist keine Bedrohung in diesem Begriff. Er impliziert auch das Nicht-Dauerhafte/Endültige. (…)
Ich sehe eine Zukunft in der die Grenzen offen sind. Ich sehe eine Welt voller Menschen, die über den Interessen einzelner Nationen stehen. In so einer Welt ist kein Platz für Nationalismus und Intoleranz!
via Fontblog
Hiermit setze ich zum dritten Streich in Sachen Jay-Z bzw. “Blueprint 3″ an und möchte mich dabei gar nicht mehr primär mit dem werten Herrn Carter beschäftigen, sondern die Aufmerksamkeit auf eine Mann lenken, der es mit seinen Beats leider gar nicht erst auf “Blueprint 3″ geschafft hat.

Die Geschichte ist die…
Der Produzent Alex Goose wurde ganz offiziell von Jay-Zs Management angefragt doch ein paar Beats zu “Blueprint 3″ beizusteuern, was der 23jährige selbstverständlich umgehend tat. Ich gehe davon aus, dass er seine besten Produktionen überhaupt an den Großmeister schickte — natürlich in der Hoffnung auf Ruhm und Ehre. Doch weit gefehlt! Auf dem Album fehlt jede Spur seiner Instrumentals.
Alex Goose wusste wohl schon im Vorraus, wie wählerisch Jay-Z ist, aber gerade in diesem Zusammenhang kann ich verstehen, dass er möglicherweise von den Beats, die es nun auf die LP geschafft haben, enttäuscht ist. Denn auch die großen Namen täuschen nicht darüber hinweg, dass die Prdouktionen zu einem großen Teil einfach nicht die Explosivität und die Lockerheit der Beats des Südstaatlers haben.
Um das zu beweisen hat Alex Goose die “Blueprint 3 Outtakes” online gestellt und lädt nun dazu ein sich seine eigene Meinung zu bilden.
Neben seiner Tätigkeit als überaus talentierter Produzent arbeitet Alex Goose übrigens als wirklich guter Designer, aber das nur nebenbei.
via MeinRap
Was für ein wunderschön ruhiges Stück der Kings Of Convenience. Die Norweger werden noch in diesem Monat ihr neues Album “Declaration of Dependence” herausbringen und das Video zu “Boat Behind”, aber auch der Song selbst machen Laune darauf.
Der perfekte Soundtrack für Spätsommerabende mit dem ich nun meinen Tag abschließe. Gute Nacht!
via StyleSpion

via Nerdcore
Ich hatte ja allen Ernstes gehofft, dass Jay-Z mit “Blueprint 3″ nach Jahren mal wieder etwas richtig großes erschaffen hätte und die ersten Songs, die das Album eröffneten ließen mich auch glauben, dass ich Recht behalten würde.
Genau wie ich mir es erhofft hatte, sind die Beats der ersten 5 Tracks mit sehr roughen Drumsets gesegnet und auch die Melodien sind eingängig, aber nachhaltig. Gut, ich bin da sehr offen: Mir gefällt ja sogar Rihannas Hook auf “Run This Town”, die aber nicht an die des darauffolgenden Songs herankommt. Nicht einmal im Ansatz, denn was Alicia Keys auf “Empire State Of Mind” da anrichtet… (siehe oben) das ist Soul! Gekrönt hätte dieses Manifest Nas, der ja auf der Vorabtracklist noch als Feature vorgemerkt war. Wenn das wirklich angedacht war, wäre dieser Song die New York Hymmne überhaupt geworden, aber auch ohne Nas ist es eine sehr intensive Liebeserklärung an NY.
Nach “Empire State Of Mind” kommt musikalisch leider nicht mehr viel, für dass ich mich begesitern kann. Jay-Z’s Strophen sind gut, aber die Beats haben keinen Druck mehr. Da ist mir zuviel Elektrosnare und zu wenig 90sKick drin. Und selbst Swizz Beatz’ “On To The Next One” kann mich nicht umhauen. Es ist zwar eine nette Idee, aber passt einfach nicht zum Rest der Platte. Weder zum ersten noch zum zweiten Teil.
Eine weitere No. 1 für Hov ist “Blueprint 3″ trotz aller Kritik meinerseits geworden. Trotz der entäuschten Erwartungen, trotz der schwachen Vorgängeralben und obwohl es schon eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichkeit geleakt war.
Die Orsons waren bisher eher weniger bekannt für ernsthafte Songkonzepte. Auf ihrem Debütalbum handelte es sich hauptsächlich um Tracks über Schaukeln, süßen Tieren und andere eigenartige Ausgeburten.
Und auch die neuste Produktion der vier Rapper Maeckes, Plan B, Kaas und Tua hat erstmal nicht den Anschein, eine ernst gemeinte Nummer zu sein, denn ihr neues Lied ist eine Neuinterpretation des Souljah Boy Tracks “Turn My Swag On”. Doch spätestens wenn man das Video zu “Souljah Boy” sieht wird einem klar worum es hier geht: Um Kindersoldaten.
Eine solide umgesetzte Idee der Orsons, die vielleicht nicht die besten Sänger sind, aber aus einem inhaltslosen Text einen bedeutungsschweren Track gezaubert haben. Ihr Album “Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Eweigkeit… Orsons” wird wohl wieder lustiger und vor allem raplastiger werden. Ich bin gespannt wie sich da so ein ernstes Thema zwischen den ganzen Lustig-Einlagen einfügt.