# Ein Migrationshintergrund -- 26.09.09

Die Hochschule Mannheim hat sich aus einer spontanen Idee heraus Gedanken zum Thema Migration gemacht. Den Ausschlag dazu gaben die Briefe der NPD an Politiker mit Migrationshintergrund, in denen die Faschisten pseudo-amtlich eine “Heimreise” anordneten und forderten dass diese schon einmal geplant werde.
Die Idee der Mannheimer um solchen Aktionen entgegen zu wirken ist im Grunde einfach: Menschen lassen sich vor “Migrationshintergründen” ablichten. Die haben wir nämlich fast alle und so ist auch jeder gefragt, sich selbst vor seinem Hintergrund photographieren zu lassen.
Das Problem der kollektiven Intoleranz ist damit zwar noch lange nicht gelöst, aber die Idee ist geistreich, humorvoll und setzt wenigstens ein kleines Zeichen, das etwas Solidarität vorhanden ist. Das ist wenigstens etwas…
Und wie krank diese Angst vor einer Multikultur ist, zeigt – wie ich finde – dieser Absatz aus der Projektbeschreibung sehr anschaulich.
Auch Begriffe wie: Wirtschaftsflüchtling, Asylant, Gastarbeiter oder Einwanderer zeigen unsere Unbeholfenheit und unsere Angst. Migration – das hört sich irgendwie nach Wanderferien, Exotik oder sogar Abenteuer an. Aber auf jeden Fall harmlos. Da ist keine Bedrohung in diesem Begriff. Er impliziert auch das Nicht-Dauerhafte/Endültige. (…)
Ich sehe eine Zukunft in der die Grenzen offen sind. Ich sehe eine Welt voller Menschen, die über den Interessen einzelner Nationen stehen. In so einer Welt ist kein Platz für Nationalismus und Intoleranz!
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