Monatsarchiv für Mai 2009

 
 

Die Zeit der Helden ist vorbei

Us Now ist eine Dokumentation über die Möglichkeiten des Web 2.0 und wie weitreichend und effizient sie genutzt werden können. Produziert wurde der Film von den Londonern Banyak Films, die den Film auch zum Kauf auf DVD anbieten.

The founding principles of these projects — transparency, self selection, open participation — are coming closer and closer to the mainstream of our social and political lives. Us Now describes this transition and confronts politicians George Osborne and Ed Milliband with the possibilities for participative government as described by Don Tapscott and Clay Shirky amongst others.

Interessant und einleuchtend werden an verschiedenen Beispielen die Durchschlagskraft des (wirklich) sozialen Internets erläutert. Mir zeigt Us Now, dass in Zukunft ‘Collective Intelligence’ wichtiger als je zuvor werden könnte, da im Kollektiv die Fehler einzelner ihre Wirkung verlieren. Der Prozess zu Perfektion oder Basis für Fanatismus? Oder vielleicht Grundlage für den nächsten Schritt der repräsentativen Demokratie.

via Doktorsblog

links/rechts (1)

Eine Dosis Inspiration in Form von unregelmäßig erscheinenden Linktipps. Und dazu gibt’s ein Bild. Nicht gerade kreativ, aber egal.

inspiration

I Can Read Tumblr

Tumblr ist die im Netz bekannteste Fundgrube für alles was schön oder komisch ist. Nennt man: Mixed-Media. “I Can Read Tumblr” sammelt die Bildchen mit den schlauen Sprüchen. Nette Idee.

Dark Night of the Soul

DJ Danger Mouse hat sich vor allem durch sein Gnarls Barkley Projekt und sein Beatles/Jay-Z Mashup “The Grey Album” einen Namen gemacht, der für exzellente, roughe Produktionen steht. Sein neustes Projekt “The Dark Night of the Soul” ist nun erschienen und ist käuflich zu erwerben. Dabei erhält man ein Booklet mit Fotografien von David Lynch und einen leeren CD-R Rohling. Danger Mouse ist nämlich seit Jahren in einen Rechte Streit mit der EMI verwickelt und die hat die Veröffentlichung des Albums untersagt, da es EMI Künstler featured. Aber man hat ja den Rohling: Das Album ist schon – rein zufällig – auf den einschlägigen Portalen als Torrent gelistet. DAS ist kreative Kriegsführung.

Ich bin weg… Eko Fresh

Kein Kommentar.

Jim Knopf oder der faschistische Darwinismus

Den Titel kann man auch falsch verstehen. Ich möchte nicht behaupten, dass Darwins Evolutionstheorie einen faschistischen Hintergrund hat, sondern dass die Nationalsozialisten sie neu interpretierten und sie für ihre faschistischen Zwecke missbrauchten (Mehr dazu im unten verlinkten Artikel).

Michael Endes “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” und “Jim Knopf und die wilde 13″ sind Standardwerke der Kinderliteratur und haben mein Empfinden für Moral und Recht nachhaltig geprägt. Nun bin ich über eine Interpretation von Julia Voss in der FAZ gestolpert, in der sie einleuchtend erläutert, wie man die beiden Bücher als Gegenbeispiel zur nationalsozialistischen Deutung der Evolutionstheorie sehen kann. Ein wirklich sehr interessanter Artikel.

„Wie viel ist drei und vier?“, fragt der Drache lauernd im einundzwanzigsten Kapitel. „Sieben“, antwortet Lisi, die entführte Prinzessin aus Mandala. „Und wenn ich dir sage, dass es achchcht ist?“ faucht der Drache.

Jim Knopf rettet die Evolutionstheorie

zum x-ten mal…

Mir fällt es schwer meine eigenen Projekte (das Blog hier, sowie das kick&snare Blog) am Leben zu halten.

Meiner Einschätzung nach ist mein Hauptproblem, dass mir nach kurzer Zeit die Ideen für gute Artikel ausgehen und ich dadurch schnell die Lust und den Spaß an den, eigentlich guten, Ansätzen verliere. Ich habe inzwischen erkannt, dass ich wohl einfach nicht zum konstanten bloggen geschaffen bin. Schade eigentlich, denn mir gefallen ja meine Ideen, die ich laufend habe, weiterhin gut. Und ich liebe es, sie in Gedanken ausreifen zu lassen und mir zu überlegen, wie sie funktionieren könnten. In dieser Zeit packt mich die Euphorie, doch kurz darauf erwartet mich wieder der Boden der Tatsachen: Ich kann meine ausgearbeiteten Ideen nicht umsetzen, da mir einfach das Talent und die Ausdauer eines echten Schreibers fehlt. Und auch auf das Geld, oder die Strukturen, um ein Projekt, auf einer Gruppe basierend, professionell umzusetzen, kann ich nicht vorweisen.

Aber vielleicht habe ich ja irgenwann mal eine gute Idee, die auch ohne meine Schreibe auskommt und die simpel genug ist, um sie eigenhändig umzusetzen. Bis dahin gilt weiter Derek Sivers‘ Aussage:

“The most brilliant idea, with no execution, is worth $20. The most brilliant idea takes great execution to be worth $20,000,000. That’s why I don’t want to hear people’s ideas. I’m not interested until I see their execution.”

aus Getting Real