Monatsarchiv für Februar 2009

 
 

Drake’s So Far So Gone

so-far-gone-front-cover

Dieser Kanadier macht richtig guten Hip Hop. Drake hat ein Mixtape draußen, dass mich voll überzeugt. Zum freien Download bekommt man auf So Far So Gone über eine Stunde atmosphärischen, entspannten Rap und Gesang auf einigen bekannten Melodien. 1A ist vor allem die Neuauflage von Lykke Lis Little Bit.

You Can’t Run Away / Udo & Max

Udo Lindenberg / Freundeskreis

Rosemary’s Baby

Rosemary's Baby

Gestern habe ich Roman Polanskis Rosemary’s Baby zum ersten Mal gesehen. Der Film handelt von der scheinbar perfekten New Yorker Beziehung der hübschen Rosemary und dem Einzug in eine neue Wohnung. Rosemary ist mit einem, anscheinend wenig erfolgreichen, Schauspieler Guy liiert und liegt ihm zu füßen. Sie will Kinder mit ihm haben. Nachdem sie in ihre neue Wohnung eingezogen sind und ihre neuen Nachbarn kennengelernt haben will Guy dasselbe. Es folgt eine schaurig-spannende Geschichte in der Rosemary nur langsam bewusst wird, dass eine Verschwörung um sie herum wirkt und Satanisten nach ihrem noch ungeborenen Kind trachten könnten.

Ich habe selten einen so gruseligen Film gesehen, der mir gleichzeitig so greifbar erschien. Der Ablauf, die Reaktionen, die komplette Handlung könnte auch im Haus nebenan, gerade jetzt, passieren und niemand würde den Hauch einer Ahnung haben. Satanistische Riten stelle ich mir allerdings noch weit komplexer und tiefer in unserer Gesellschaft verwurzelt als im Film dargestellt vor. Ich glaube das geht weit über Perversionen und Gedanken über “Satan” hinaus.

Zum Film… Polanski hat hier einen Klassiker geschaffen, der in den 60er Jahren schon viel ausproduzierter und durchdachter war als die meisten Horrorfilme es heute sind. Er bereitet, ohne Gewalt explizit darzustellen, eine richtige Gänsehaut und bringt einen zum Nachdenken. Zum Thema Roman Polanski finde ich außerdem sehr brisant was sich in seiner Vita noch so zu lesen lässt. Ich wusste bisher nicht, dass er auch für den Film Der Pianist verantwortlich ist. Ein sehr schonungsloser Streifen, der sich dem Nationalsozialismus widmet.

Nach dem Klick: der Trailer des Films Rosemary’s Baby.


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kick&snare (Projektidee)

kick&snare-als-blog

kick&snare: Ein Blog für die Hip Hop Szene, das, anders als die einschlägigen Newsmagazine, anspruchsvolle, aber subjektive Artikel und Einschätzungen veröffentlicht. Thema soll deutscher Rap und die dazugehörige Kultur sein.

Ersteinmal vorweg: Ich weiß, dass deutscher Hip Hop als Genre gemeinhin einen äußerst schlechten Stand hat. Leider glauben viele, dass es im Hip Hop nicht mehr als die ein, zwei dumm-plumpen Typen gibt, die sich als Rapper in die Öffentlichkeit drängen. In der Szene gibt es sehr wohl einige vielversprechende Künstler, die aber nur von den wenigsten erschlossen werden, die sich außerhalb der Hip Hop Kultur bewegen.
Die Idee kick&snare hätte an sich jedoch eine andere Intention. So würde sich das “Blogzine” an die Szene selbst wenden, die gar nicht mal so klein ist. Bisher fehlt ihr ein Magazin oder Blog, das sich dem aktuellen Zeitgeschehen im Deutschrap in Form von Artikeln und Einschätzungen widmet. Bisher gibt es nur Newssites auf denen es nur hin und wieder mal Interviews zu lesen oder zu sehen gibt. Richtige Artikel und Meinungen gibt es eigentlich nur in den Print Magazinen Juice und Backspin zu lesen. Diese Lücke im Netz könnte kick&snare ausfüllen. Mit drei oder vier Autoren könnte man das Projekt beginnen. Die Inhalte sollen hauptsächlich Rezensionen zu Platten und Lifeshows sowie Einschätzungen zum aktuellen Treiben im “Rapgame” oder zu Labels oder einzelnen Künstlern. Diese Einschätzungen könnten ruhig subjektiv, also als Kommentare verfasst werden und so zu Diskussionen in den Kommentaren reizen. Das Themenspektrum soll weitläufig sein und auch die Grenzen des Genres überschreiten, zudem soll der Blick auch mal kritisch auf das eigene Genre geworfen werden und zum Denken anregen. Denkbar wären auch Artikel-Reihen, die regelmäßig erscheinen könnten. Zum Beispiel Städteportraits, kurze Fragebögen, die von verschiedenen Künstlern ausgefüllt werden könnten oder eine wöchentliche Übersicht mit den wichtigsten Neuigkeiten aus der Szene.

Untenstehend noch ein Entwurf, der schon vor einger Zeit enstanden ist und indem ich die Idee eher als  Magazin denn als Blog interpretiert habe. Der Entwurf oben im Artikel ist übrigens vom Stylespion und vom Ecki inspiriert. Ich hoffe, ich habe nichts übertrieben, mir haben es nur einige Strukturen angetan.

kick&snare-im-magazin-style

Noch eine Idee… interessant?

Ein Buch

Franz Kafka

Franz Kafka

Some Of There Behind

anthony drawn

Anthony Drawn ist ein cooler Typ (kenne ihn schon länger persönlich) und dazu noch ein Ausnahmetalent im Produzieren von guter Musik. Manche kennen ihn bereits unter seinem anderen Producer-Ich Manners. Als Manners macht er hauptsächlich ordentlich dröhnende Hip Hop Beats, doch nun geht es für ihn in ein ganz anderes Genre. Instrumentaler, langsamer und entspannender. Genau das, was man an einem grauen Nachmittag hören will. Das Debütalbum Some Of There Behind gibt es seit einigen Tagen kostenlos auf Anthonys Myspace Seite. Unausgesprochen gut.

Zur Abwechslung

Ich versuche mich mit diesem beschissenen Wetter abzufinden. Eigentlich kann man es ja auch aushalten, zumindest wenn die Sonne scheint und man den Himmel sieht. So sieht’s aus. Von Wegen! Schau’ doch mal raus. Grau. Grau. Grauer. Dazu passt, dass mein neues Lieblingsalbum – von meinem hier mit vielen Rosen bedeckten Tua – fast eine Woche zu spät bei mir angekommen ist. Dann hat es mir nicht einmal gefallen und ich war noch angeknackster. Nun gut, es wird langsam besser! Die Platte ist doch besser als alles was ich je zuvor gehört habe und ich bin weit weg von allem blöden Faschingsgehabe. Eigentlich schön, dachte ich. §@!%*& ! Ich kann den Umzug schon hören. Ich hasse Fasching.

Nein!, aber . .

Der Bundesvision Songcontest ist vorbei, die Überraschungen blieben aus und der einzige echte Vertreter der deutschen Rapszene war am Ende abgeschlagen irgendwo ganz weit hinten. Schade, denn der Rostocker Marteria hätte die Aufmerksamkeit verdient. Er macht ehrliche, amüsante und sympathische Rap-Musik. Er hat inzwischen drei Alben veröffentlicht. Zwei davon als Marsimoto, das kiffende Alter Ego Marterias. Auf allen drei schafft er es die verschiedensten Künstler auf einer Platte zu integrieren und mit seinem Sound auf einen Nenner zu bringen. Für “den Sound” ist übrigens sein kongenialer Partner Dead Rabbit verantwortlich. Auf jeden Fall mal auschecken!

Doremifasolatido.

Kollege Schnürschuh + El Ray + Mädness + MPT = die 3 von der Tanke

[geschmacksache, aber darmstadt + ja der erste verse ist schlecht]

Klassiker. 2008.

Letztes Jahr habe ich als ganzjähriges Experiment in iTunes meine Lieblingsalben gesammelt. Es ging mir dabei darum, dass es wirkliche Klassiker für mich waren und nicht nur Alben, die mir einige Wochen gefallen. Was dabei herausgekommen ist präsentiere ich euch hier und heute.

klassiker 2008


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