# Rosemary’s Baby -- 26.02.09

Gestern habe ich Roman Polanskis Rosemary’s Baby zum ersten Mal gesehen. Der Film handelt von der scheinbar perfekten New Yorker Beziehung der hübschen Rosemary und dem Einzug in eine neue Wohnung. Rosemary ist mit einem, anscheinend wenig erfolgreichen, Schauspieler Guy liiert und liegt ihm zu füßen. Sie will Kinder mit ihm haben. Nachdem sie in ihre neue Wohnung eingezogen sind und ihre neuen Nachbarn kennengelernt haben will Guy dasselbe. Es folgt eine schaurig-spannende Geschichte in der Rosemary nur langsam bewusst wird, dass eine Verschwörung um sie herum wirkt und Satanisten nach ihrem noch ungeborenen Kind trachten könnten.
Ich habe selten einen so gruseligen Film gesehen, der mir gleichzeitig so greifbar erschien. Der Ablauf, die Reaktionen, die komplette Handlung könnte auch im Haus nebenan, gerade jetzt, passieren und niemand würde den Hauch einer Ahnung haben. Satanistische Riten stelle ich mir allerdings noch weit komplexer und tiefer in unserer Gesellschaft verwurzelt als im Film dargestellt vor. Ich glaube das geht weit über Perversionen und Gedanken über “Satan” hinaus.
Zum Film… Polanski hat hier einen Klassiker geschaffen, der in den 60er Jahren schon viel ausproduzierter und durchdachter war als die meisten Horrorfilme es heute sind. Er bereitet, ohne Gewalt explizit darzustellen, eine richtige Gänsehaut und bringt einen zum Nachdenken. Zum Thema Roman Polanski finde ich außerdem sehr brisant was sich in seiner Vita noch so zu lesen lässt. Ich wusste bisher nicht, dass er auch für den Film Der Pianist verantwortlich ist. Ein sehr schonungsloser Streifen, der sich dem Nationalsozialismus widmet.
Nach dem Klick: der Trailer des Films Rosemary’s Baby.
