Hallo. Hier schreibe ich, Jonathan, meine Gedanken auf und lasse mich von guter Musik, schönen Filmen und Design inspirieren. Darüber hinaus twittere ich, schreibe fürs Splash! Mag, gestalte Websites und bastel meine eigenen, dilettantischen Beats.

Inspiration

 
 

Wolkenverhangen (Playlist #8)

Inspiriert von den jüngsten Beiträgen auf MeinRap und von Alex auf Abgeschirmt, musste ich auch mal wieder ein kleines Mixtape zusammenschustern. Passend zum tagesaktuellen Wetter klingt es wolkenverhangen.

Mit dabei sind diesmal ältere Stücke von Nancy Sinatra und John Lennon, aber auch etwas aktuellere Lieder von Holly Miranda, Lykke Li und Jason Lytle.

Lehnt euch zurück, genießt es einfach mal: “Wolkenverhangen” alias #sonntagsnachmittagsmusik (die jetzt zur #sonntagabendsmusik geworden ist).

Playlist

Habe es einmal übersichtlich als reine Tracklist abgetippt, um die Stücke dann unten nochmal mit den dazugehörigen Videos bzw. Audios aufzulisten. Und auf Grooveshark kann man sich “Wolkenverhangen” auch anhören.

Übersicht:

(01) Nancy Sinatra - Bang Bang (My Baby Shot Me Down)
(02) Tom Waits - What’s He Building
(03) Scarlett Johansson - Green Grass
(04) Holly Miranda - Forest Green, Oh Forest Green
(05) Lykke Li - Hanging High
(06) Danger Mouse & Sparklehorse feat. Jason Lytle - Everytime I’m With You
(07) Vic Chesnutt - Granny
(08) John Lennon - Love
(09) UNKLE - Chaos
(10) Zenit - Ein Leben für nichts
(11) [Bonus] Suff Daddy feat. Miles Bonny – Late Night Suff

Unübersicht:

(01) Nancy Sinatra – Bang Bang (My Baby Shot Me Down)

Kill Bill fand ich ziemlich mies, aber er hat allein wegen diesem Song gelohnt. Kannte ich vorher nicht.

(02) Tom Waits – What’s He Building

(03) Scarlett Johansson – Green Grass

Von ihrem Tom Waits Album “Anywhere I Lay My Head”.

(04) Holly Miranda – Forest Green, Oh Forest Green

(05) Lykke Li – Hanging High

(06) Danger Mouse & Sparklehorse feat. Jason Lytle – Everytime I’m With You

(07) Vic Chesnutt – Granny

Wundervolle Session mit Chesnutt (R.I.P.).

(08) John Lennon – Love

(09) UNKLE – Chaos

Mag ich auch sehr gerne. Auf dem Album “Psdynce Fiction” perfekt platziert vor “Rabbit In Your Headlights”.

(10) Zenit – Ein Leben für nichts

(11) [Bonus] Suff Daddy feat. Miles Bonny – Late Night Suff

Video von Miru.

(Photo: Ruthanne Reid)

Music Forever

(via)

Coda | Berlin

Die Filmkünstlerin Nina Mühlenkamp hat eine wundervolle Konzeptarbeit zum 1927er Film “Berlin – die Sinfonie einer Großstadt” von Walther Ruttmann gefilmt. An Ruttmanns in fünf Akte gegliedertes Werk, schließt die Wahlberlinerin Mühlenkamp mit einem Sechsten an, der den abschließenden Aspekt der Morgendämmerung integriert: “Coda | Berlin”.

“Coda” ist der Schlussteil einer Sinfonie, der das Hauptthema aufgreift und zu Ende führt. In diesem Falle der Lückenschließer, der Ende und Anfang der ursprünglichen Sinfonie wieder verbindet, im Sinne des heutigen Berlins, einem Organismus, der kaum mehr Schlaf zu finden scheint. Das Ziel ist es, eine Übertragung der Intention mit den heutigen Mitteln auf eine neue, zeitgemäße Form zu erreichen. Die Stadt immer noch als pulsierender Organismus, nicht grenzenlos, aber ein Stück weit exzessiver. Ein Rhythmus, immer noch im Stil einer musikalischen Sinfonie, vielleicht schneller, aber auf jeden Fall verlagert.

“Coda | Berlin” besticht durch eine angenehme Schwarz/Weiß Ästhetik und eine stimmungsvolle Klangcollage, für die sich die Künstlerin bei einem weiteren Ruttmann Werk bedient, “Weekend”, aus dem sie verschiedenste Geräusche und Fetzen samplet. Sie nennt, was heraus gekommen ist Augenmusik. Ich denke, das passt sehr gut.

via Design is Nowhere

Dark Days

“Dark Days” (2000) — Dokumentation Marc Singers über den echten Underground, nämlich über die Fellas, die in den U-Bahn Schächten New Yorks leben. Dem Ort dieser Stadt, die angeblich niemals schläft, an dem der Tag wahrhaftig niemals kommen wird.

Der Trailer ist sehr gut gemacht – stimmungsvoll untermalt von DJ Shadows “Building Steam with a Grain of Salt” – und lädt ein, sich mal etwas genauer mit den Menschen des Freedom Tunnel zu beschäftigen.

via Stephan Szillus

Coat of Arms

Nosaj Thing alias Jason Chung hat im letzten Jahr ein wundervolles Album namens “Drift” rausgebracht. Ich weiß nicht so Recht, wo man den jungen Herrn aus Los Angeles genretechnisch einordnen kann, aber charakteristisch für seine Tracks sind auf jeden Fall die düsteren, atmosphärischen Sounds und verschobene Rhythmen, teilweise auch mit Dubstep Anleihen.

Zu Nosaj Things Albumsong “Coat of Arms” hat der Luzerner Kunststudent Roland von Tessin nun ein avantgardistisches Video gedreht, das im Zuge des Abriss’ eines Krankenhauses in Basel entstand. Mir gefällt die Arbeit sehr gut, da sie gut die dunkle Stimmung des Stückes aufnimmt und sogar mit – dem Artwork des Albums ähnlichen – geometrischen Formen spielt. Bei von Tessin heißt das Ganze dann “Eternity Redux” und sieht sehr gut und gekonnt aus.

via Kraftfuttermischwerk

Zum Glück in die Zukunft

Freitag 2 p.m., für meine Begriffe viel zu spät, kam der Postbote mit dem so heiß erwarteten kleinen Paket dann doch noch. Vor lauter Ungeduld und Enttäuschung hatte ich es mir vorher nicht nehmen lassen, Marterias “Zum Glück in die Zukunft” schon einmal anzuhören. So wie schon lange nicht mehr, saßen der große Bruder und ich gebannt vor den Boxen, um uns eine Dreiviertelstunde die 12 Tracks des Albums so richtig anzuhören. Und trotz der schon im Vorfeld so hohen Erwartungen, können wir Beide so einfach sagen: Jup, das ist es. Es passt wirklich alles zusammen, man kann von keinem wirklich schwachen Track sprechen, dafür überwiegend von echten Hits — wirklichen Hits. Dass “Endboss” und “Verstrahlt” gut ankommen, haben die Reaktionen verschiedenster Blogs ja schon gezeigt, potenzielle Singles wie “Wie mach’ ich dir das klar” mit Jan Delay und Adamo Sample oder “Sekundenschlaf” mit Peter Fox werden ähnlich positiv aufgenommen werden, da bin ich mir sicher. Aber auch die anderen, normalen Tracks gehen verdammt gut rein. Auf der einen Seite mit ihren monströsen Basslines, zum Anderen mit ihren Ohrwurm Hooks. Herausstechen für mich dabei vor allem “Amys Weinhaus”, “Du willst streiten”, “Louis” und “Seit dem Tag als Michael Jackson starb”. Oder “Veronal” mit dem überragenden Marsimoto Part. Doch wie ich so bin, kann ich auch so ein Album nicht ganz unbemeckert lassen. Einmal taugt mir – obwohl es ein ungalublicher Track ist – “Endboss” noch nicht so recht als Opener in den Kram, da es sich meines Erachtens vom Sound her zu stark von den nachfolgenden “Verstrahlt” und “Amys Weinhaus” unterscheidet. Darüber hinaus finde ich, dass “Kate Moskau” nicht unbedingt auf das Album musste, wobei das schon so in Ordnung geht. Letzteres gilt auch für den Beat von “Marteria Girl”, der passt schon so, hätte aber auch ein Paar mehr Ecken und Kanten gut vertragen.

Ansonsten könnte Marteria hier ein Album als Exempel für die die kurzfristige Ewigkeit statuiert haben. Den Sound, den er zusammen mit den Krauts und zum Teil Robot Koch geschaffen hat, ist so nie dagewesen und dadurch auch die Chance für andere deutsche Rapper sich endlich mal international abzusetzen und eine eigene Schiene zu fahren. Marteria schafft mit “Zum Glück in die Zukunft” eine breitere Öffentlichkeit für die Ideen, an denen auch schon Maeckes und Tua (auch mit den Orsons) zuletzt gefeilt haben, ohne dabei jedoch ein annähernd so massentaugliches Produkt herauszubekommen. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob andere Künstler in der Lage sind die neuen Ideen weiterzuverarbeiten, um so wirklich einen neuen Trend zu setzen. Vielleicht zeigt Marteria ja Casper mal wie das geht, mit den besonderen Beats. Schön wär’s.


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Ummh. Yup!

Künstler unbekannt. Eingefangen von Dejvicka. Gefunden bei @Sayhooray.

Felipe Cuartas

Felipe Cuartas, kolumbianischer Student, hat ein besonders Händchen für schöne Photos. Ich kann mich mit fast allen seinen Bildern anfreunden, finde dabei aber interessant, wie vielseitig er sie aufnimmt. Er hat keinen durchgängigen Stil, sondern experimentiert auch mal mit in die Hochglanz Richtung gehende Einstellungen. Durchgängig ist sein Faible für außergewöhnliche Charaktere und atmosphärische Kompositionen. Gefällt mir so.

via Electru

Dustin Humphrey

Der Photograph Dustin Humphrey hat mit dieser Photoserie für die Surfermarke Insight im Jahr 2009 den Sony World Photography Award für die beste Werbekampagne gewonnen. Und ich kann dem Urteil nur zustimmen; was der Mann da geschaffen hat, ist nicht nur kompositorisch genial, sondern verlangt auch großen Respekt für Art und Aufwand der Umsetzung ab. Vom Timimg her muss bei den Aufnahmen der Moment des Auslösens ideal gewählt sein. Sekunden des Zögerns, kleinste Fehler des Photographen kosten bei diesen Einstellungen unendlich viel Zeit. Davon soviel wie nötig zu investieren, hat sich allerdings gelohnt, denn herausgekommen ist eine Kampagne, die zu Recht Aufmerksamkeit erregt, ohne es nötig zu haben Hochglanznormen zu enstprechen, sondern dafür ihre Authentizität beibehält.


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I Would

Der DJ und Produzent Dirty Doering aus Berlin hat ein sehr schönes Video zu dem ebenfalls recht ordentlichen Song “I Would” veröffentlicht. Gedreht wurde der wirklich beeindruckende  Clip von Kai Kurve, den man im Zusammenhang mit der einzigen Zeile des Tracks, “I Would”, schön frei und in alle Richtungen interpretieren kann.

Dirty bzw. Velten Doering wurde in Leipzig geboren, wuchs im Schwarzwald auf, legte anfangs in Stuttgart auf und zog dann – wie kann es anders sein? – nach Berlin. Ende gut, alles gut. Er ist ja auch Techno DJ.

via Electru