# Die Zukunft der Musik [Essay] -- 07.11.08

[dieses unglaublich schicke Photo stammt von Mike DeFiant]

Ich finde es bezeichnend wie oft man lange Zeit gehört hat, dass jemand nur Musik macht um ein Star zu werden und um Geld zu verdienen. Wie traurig!

Denn ihre Träume werden sich nicht erfüllen. Die Musikindustrie ist gebeutelter denn je und es geht weiter bergab. Platten kauft kaum noch einer und die meisten ‚Stars’ landen hart auf dem Bauch: Ohne Vertrag zeigt sich ihnen der Spiegel der Wahrheit, denn nun können sie es nur noch schaffen wenn sie talentiert sind. Das ist die Hoffnung, die man getrost noch haben kann, denn Musik wird es unabhängig von Industrie, Markt und Geld geben. Musik ist Teil der Menschheit und wird auch nach Tausenden Jahren nicht aussterben. Der Mensch braucht Musik(Punkt).
Wie wird es weiter gehen? Erst einmal wird gefiltert was das Zeug hält und große Teile werden durch das Raster fallen und in Vergessenheit geraten. Denn obwohl Portale wie MySpace eine Unmenge an Musiker täglich hervorbringt schaffen nur die wenigsten sich attraktiv zu präsentieren. Also werden die Liebe zur Sache und Durchhaltevermögen die entscheidenden Faktoren sein, die einen Künstler dazu bringen werden auch ohne kommerziellen Erfolg Lieder zu schreiben, nur als Hobby, vielleicht nur im Internet und vielleicht da sogar als Star. Wer weiß?
Die ersten positiven Auswüchse aus der Krise sind schon jetzt zu beachten: Künstler die ihre Musik frei ins Netz stellen oder sie für frei wählbare Beträge online verkaufen. Ihnen wird langsam klar, dass sie die große Plattenfirma nicht mehr brauchen, warum auch? Denn was bringt der Band der Vorschuss, wenn das Label die kaum gegebenen Einnahmen einsackt. Die Produktionskosten einer herkömmlichen CD sind zu teuer wenn man sie online für einen Bruchteil des Budgets vermarkten und verkaufen kann. Was dazu noch fehlt ist das revolutionäre Format zum Vertrieb der ‚Silberlinge 2.0’. iTunes lässt sich zur Zeit das ‚Fast-Monopol’ vergolden, dabei ist es aus Künstlersicht kaum adäquat. Dem Künstler überlässt Apples iTunes nur einen Bruchteil des Kaufpreises eines Songs, woraufhin sich der Musiker berechtigt fragt wie er die Kosten einer Albumproduktion wieder einspielen soll.
Eine Idee wäre die doch viel zeitgemäßere Lösung das Album frei, in Eigenregie veröffentlichen, es lokal promoten und die vorherigen Unkosten durch Lifeauftritte kompensieren (wobei natürlich auch nicht jedem Lifequalität gegeben ist), aber das kann doch nicht alles sein. Das kann nicht die endgültige Lösung sein.

“Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!”

Alber Einstein


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