Während alle Welt Feuilletonisten darüber schreiben, dass Helene Hegemann von dem Blogger Airen kopiert habe und wie schlimm das sei, geht kaum ein Schreiber darauf ein, was eigentlich hinter Airen und dessen Roman “Strobo” steckt. Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, aber nachdem ich eben den Trailer zu seinen “multimedialen Lesungen” gesehen und vor allem gehört habe, bin ich sehr, sehr interessiert. Ich mag ja dieses Genre, das sich in Text, Musik und Film umsetzen lässt und das ich für mich “hardcore reality” getauft habe (ja, ist so..). Übertriebene Darstellungen einer Realität, die grell, krass und unwirklich ist, aber sich auf eine kafkaeske Weise doch nicht zu weit von der Wahrheit entfernt. In dem Roman “Strobo” scheint Airen, ebenso wie Helene Hegemann in ihrem “Axotl Roadkill”, eben so eine Realität zu schaffen. Es geht um ein Berlin – voll von Drogen – das anno 2010 so anders vielleicht gar nicht ist, was ich allerdings nicht bewerten kann. Jedenfalls “Technoprosa aus dem Bergahain”, so der Untertitel.
Donnerstag, 18.02. München, Niederlassung.
Freitag, 12.03. Berlin, WMF.
Samstag, 13.03. Hamburg, Übel & Gefährlich.
Mittwoch, 17.03. Leipzig, Moritzbastei.
Samstag, 20.03. Leipzig, Litpop im Neuen Rathaus.
Deef liest bei der kleinen Tornee ausgewählte Texte aus “Strobo” und wird dabei musikalisch und visuell unterstützt. Genaueres dazu gibt es direkt in seiner Gefühlskonserve.
