Zurzeit höre ich mehr amerikanischen Hip Hop als sonst. Besonders die New Yorker haben es mir angetan. Richtig gut sind da nicht nur Q-Tip und Mos Def.
Q-Tip, hier im Video zu “Gettin’ Up” (“The Renaissance”) zusammen auf der Bühne mit Mos Def, hat Hip Hop in den späten 80ern und 90ern mit seiner alten Formation A Tribe Called Quest und als Produzent auf Alben wie Nas’ “Illmatic” aktiv geprägt und ist ein Idol der Conscious Rap Szene. Ich bin über ein Mixtape auf den Mann aus Queens aufmerksam geworden und habe an seinem Album “Live At The Renaissance” Gefallen gefunden. Der Sound des Albums ist sehr locker und Q-Tips etwas nasale Stimme passt perfekt auf die Jazz samplenden Beats.
Mos Def kenne ich schon länger als Q-Tip, genauer gesagt seit ich seinen Song “Sunshine”, der auf seinem Album “The New Danger” zu hören ist, kennenlernte. An seinen Alben war ich jedoch nie so recht interessiert, bis ich die sehr guten Kritiken seines neuen Albums “The Ecstatic” las und mir diese LP mal gönnte. Sie ist richtig gut. Mos Def experimentiert und bleibt doch seinen Wurzeln, Hip Hop, treu und legt ein sehr homogenes, aber abwechsulngsreiches Werk vor, das ich jedem ans Herz legen kann, dem die frühen 90er der East Coast zusagten. Meiner Meinung nach außerordentlich gut, noch besser als die obenstehende Single “Casa Bey”, finde ich das Duett “Auditorium” mit Slick Rick, für das der Rapper und Schauspieler aus Brooklyn einen unglaublichen Beat des Kaliforniers Madlib abstauben konnte.
