# The Days After Blueprint 3 -- 21.09.09
Ich hatte ja allen Ernstes gehofft, dass Jay-Z mit “Blueprint 3″ nach Jahren mal wieder etwas richtig großes erschaffen hätte und die ersten Songs, die das Album eröffneten ließen mich auch glauben, dass ich Recht behalten würde.
Genau wie ich mir es erhofft hatte, sind die Beats der ersten 5 Tracks mit sehr roughen Drumsets gesegnet und auch die Melodien sind eingängig, aber nachhaltig. Gut, ich bin da sehr offen: Mir gefällt ja sogar Rihannas Hook auf “Run This Town”, die aber nicht an die des darauffolgenden Songs herankommt. Nicht einmal im Ansatz, denn was Alicia Keys auf “Empire State Of Mind” da anrichtet… (siehe oben) das ist Soul! Gekrönt hätte dieses Manifest Nas, der ja auf der Vorabtracklist noch als Feature vorgemerkt war. Wenn das wirklich angedacht war, wäre dieser Song die New York Hymmne überhaupt geworden, aber auch ohne Nas ist es eine sehr intensive Liebeserklärung an NY.
Nach “Empire State Of Mind” kommt musikalisch leider nicht mehr viel, für dass ich mich begesitern kann. Jay-Z’s Strophen sind gut, aber die Beats haben keinen Druck mehr. Da ist mir zuviel Elektrosnare und zu wenig 90sKick drin. Und selbst Swizz Beatz’ “On To The Next One” kann mich nicht umhauen. Es ist zwar eine nette Idee, aber passt einfach nicht zum Rest der Platte. Weder zum ersten noch zum zweiten Teil.
Eine weitere No. 1 für Hov ist “Blueprint 3″ trotz aller Kritik meinerseits geworden. Trotz der entäuschten Erwartungen, trotz der schwachen Vorgängeralben und obwohl es schon eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichkeit geleakt war.
